Reisebericht Myanmar

Der Reisebericht von Myanmar


Das Land der Pagoden und des Goldes "Myanmar"

In diesen Urlaubsbericht möchte ich gern über ein Land schreiben, was ich in Südostasien kennen lernte. Es ist das magische "Myanmar" oder man sagt auch das Land des Goldes. In vielen Berichten liest man auch den Namen "Burma". In den letzten Monaten hat man nicht gerade Schönes gehört über die Medien. Dieses Land führt noch eine Existenz in weitgehender Abgeschiedenheit. Die Nation wurde von der restlichen Welt abgeriegelt. Das Land wird von einem Militärregime beherrscht. Die Armut ist gewaltig groß.

Die Menschen in diesen Land sind sehr nett, ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber sie sind in ihrem Land eingeschlossen, für sie gibt es nur Myanmar. In den Medien erfährt man sehr wenig über Europa, Amerika.... Es wird hauptsächlich nur über Myanmar berichtet. Den Namen "Burma" sollte man in der Öffentlichkeit nicht verwenden. Ich hatte mir den Scherz erlaubt, auf den Ansichtskarten zuschreiben: "Viele Grüße aus Burma von.....". Diese Ansichtskarten sind nie in Deutschland angekommen. Alles was über die Grenzen von Myanmar geschickt wird, wird gelesen. Man hat uns aufgeklärt, dass E-Mail´s und Telefonate, welche in die Heimat gehen sollen, kontrolliert werden. Möglichkeiten übers Internet eine Verbindung zubekommen, ist teilweise auch schlecht möglich. Und wenn, dann gibt es nur das zu sehen, was genehmigt wurde. Will man Myanmar kennen lernen, gibt es einige Einschränkungen. Wir wollten unbedingt Land und Leute kennen lernen. So wählten wir mit meinem Kumpel Lars die Variante Rucksack. In den folgenden Seiten könnt ihr jetzt einiges über die Reise und die Erlebnisse lesen. Über Geschichte werde ich nichts weiter schreiben, sonst wird das zu langweilig. Ich schreibe über die Erlebnisse bei der Tour durch Burma. Oh, ich habe schon wieder falsch geschrieben. es heißt ja Myanmar.

Diese Reise wurde schon sehr lange geplant. Die gesamte Dauer dieser gigantischen Tour durch Südostasien betrug fast 12 Wochen. Die Idee zu dieser Reise wurde bei unserer Indientour geboren. Bei dem Rückflug von Bangkok gab´s ein kleines Mißverständnis. Das Flugzeug, der Fluggesellschaft Emirates war überbucht, sie waren aber sehr kulant. Als Entschädigung gab es einen Freiflug in die Gebiete Südostasien. Die Gültigkeit dafür war ein Jahr und so entstand der Gedanke Südostasien zu besuchen mit den Ländern Myanmar, Laos, Vietnam und Kambodscha. Den Abschluß der Reise sollte „One Night in Bangkok“ bilden.

Das sind alles visumpflichtige Länder. Die Visen holten wir uns über die Visumbehörde. Man braucht da schon Zeit, eh man alle Visen hat, es dauerte etwa ca. 4 Wochen. Man kann sich auch in Bangkok die Visen holen, das geht etwas schneller, wobei man trotzdem eine Woche einplanen sollte. Einen Direktflug nach Yangon gibt es nicht. Von Bangkok gibt es Möglichkeiten mit der "Bangok Air". Der Flug von Bangkok nach Yangon dauert etwa eine Stunde. Bei der Einreise am Flughafen in Yangon wurde ich gecheckt. Die haben sehr in meinem Gebäck gewühlt. In unseren Reiseführern informierten wir uns schon nach einem Gästehaus. Das befand sich direkt im Zentrum der Stadt neben der "Sule Paya". Die Taxifahrt bis dorthin betrug 2 $ nach langem Handeln. Bei dem Geld in Mynemar sollte man eins wissen, Reiseschecks kann man schlecht eintauschen. Es gäbe angeblich nur zwei Banken in Yangon, wie uns erklärt wurde und der Kurs solle auch nicht der beste sein. Am besten tauscht man in Yangon auf den Schwarzmarkt. Viele Gästehäuser bieten das auch an. Passe gut auf, mit wem du tauscht und wo du tauschst. Wichtig ist auch, das man nicht gelinkt wird. In Yangon bekommst du den besten Kurs von Myanmar. Die Währung heißt Kyat. Und vergiss nicht, in Deutschland Dollars einzutauschen, die braucht man an einigen Stellen. Kreditkarten werden nur an sehr wenig Stellen akzeptiert. Bei unserem ersten Rundgang erkundeten wir das Viertel um die Sule Paya. Die Sule Paya ist wunderschön zu betrachten. Sie hat mir sehr gefallen, die Ruhe die man dort drin vorfand und der Widerhall der Gebete war mystisch. Danach erkundeten wir einen Markt, was auch sehr interessant war. Lars entdeckte einen Schnitzereistand. Er wollte unbedingt eine schöne Buddafigur. Denke daran Buddafiguren sind verboten auszuführen. Auch das erste Lokal wurde besucht. Das Essen und das Bier waren ganz gut gewesen. Am Abend hatten wir die Sule Paya schön beleuchtet gesehen. Der Nachtmarkt war auch sehr interessant. Man sollte nicht empfindlich auf den Magen sein. Wir kannten das ja schon von der Indienreise. Beim photographieren muß man auch aufpassen, besser vorher fragen, sonst kann es Unannehmlichkeiten geben. Man sollte auch eins bedenken, photographiere nie in Mynmar Brücken, staatliche Einrichtungen, Militär, Polizei und Polizeikontrollen. Wird man dabei erwischt, gibt´s Ärger. Und erkundige dich bei einigen Einrichtungen und Pagoden, denn da muß eine Fotoerlaubnis gekauft werden. Es gibt auch in Yangon in der Nacht so kleine Straßenstände wo die Einheimischen sitzen, Tee trinken und andere Kleinigkeiten naschen. Probieren kann man, es ist auch billig, aber wie gesagt, man sollte einen starken Magen haben. Besser man nimmt Abstand vom probieren. Ich habe auch nicht gehört, der nächste Tag war nicht so gut für mich. Für den nächsten Tag waren zwei große Sachen geplant. Zum einem, wie kommt man weiter. Und wie kommt man nach Putao? Man gab uns die Auskunft in Myitkyina gibt´s auch noch mal die Möglichkeit das Permit zu buchen. So ein Ausflug in die südlichen Ausläufer des Himalaja ist nicht billig. Die Strasse nach Putao ist für Touristen nicht möglich zu passieren. Was auch wichtig war, wie kommt man zum nächsten Ziel, den Felsentempel Kyaiktiyo. Das zweite Ziel war das wichtigste von Yangon, die Swedagon Bagode. Auf dem Weg dahin passierten wir einen Bahnhof, laut Reiseführern las man, es gibt auch eine Bahnverbindung in diese Gegend. Die Fahrt bis nach Kyaikiyo sollte 8 $ kosten. Mit Kyat konnte man nicht bezahlen. Man gab uns den Tip um die Ecke sei ein Büro, da könne man ein Busticket lösen. Die Fahrt kostet 7.000 Kyat (ca. 7 €) und würde etwa 5 h dauern. Über die Mittagszeit hielten wir uns am Kandawgyi-See auf, ein beliebtes Ausflugziel. In dieser Gegend sind Botschaften und einige luxuriöse Hotels. Markant ist der Karaweik, eine Nachbildung vom königlichen Schiff aus Beton. Von dem See aus gibt es einen schönen Ausblick zur Swidagonbagode. Zum Nachmittag erreichten wir endlich das Gelände der Swedagonbagode. Auch hier muß man das Ticket in Dollar kaufen ca. 10 $, Kameragebühr ca. 5 Kyat. Das Gelände ist traumhaft schön. Die große goldene Kuppel ragt 98 m in die Höhe. Erklärt wurde uns, oben an der Spitze sei ein Diamant der ein Gewicht hat von 75 kg. Ob es wahr ist, weiß ich nicht. Ich konnte eins feststellen, das er an verschiedenen Stellen in verschiedenen Farben leuchtet. Wir hatten das Pech gehabt das Arbeiten an der Bagode durchführt wurden. Das Baugerüst war auch sehr interessant, bei uns würde da niemand drauf gehen. Über die Anlage könnte man jetzt ein Buch schreiben. Die vielen heiligen Figuren und die betenden Menschen, erlebt man das in der Abendstimmung, ist das sehr mystisch.

Die Einheimischen sagen, daß die Pagode bereits 2.500 Jahre alt ist. Doch die Archäologen behaupten im 6-10 Jh. sei die originale Stupa von den Mon errichtet worden.

Am folgenden Tag hieß es früh raus. Heute ging es weiter nach Kyaikto. Vom Gästehaus aus wählten wir den Stadtbus, der in Richtung Busterminal fuhr, welches sehr weit außerhalb der Stadt lag. Was wir nicht bedachten war, das die Fahrt etwa 2 h durch die Stadt dauerte. Aber diese Stadtfahrt war echt erlebnisreich gewesen. Das wir nach knapp zwei Stunde ankamen, hatte die Folge das der Bus weg war. Zum Glück erfuhren wir, das eine Stunde später ein zweiter Bus in die Richtung fuhr. Der Preis war fast derselbe gewesen (6.000 Kyat), es hatte nur einen Nachteil wir mußten noch mal umsteigen, weil der Bus nicht bis Kinpun fuhr. Die gesamte Fahrtdauer betrug etwa 5-6h. Auf der gesamten Fahrt gab es nur einen Stopp. Gegen 14 Uhr waren wir in Kinpun angekommen.

Die Übernachtung planten wir im "Sea Sar" Gästehaus (3 – 5 $ / Nacht). Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter zum Heiligen Berg. Vom Basislager aus fahren kleine Lkw's hoch bis zum Parkplatz. Die Fahrt ist nicht schlecht und kostet etwa 500 Kyat. Das letzte Stück konnte man zu Fuß erledigen oder man läßt sich mit einer Sänfte hoch tragen. Der Anstieg dauert etwa 45 Minuten –1 Stunde. Es gibt einige Imbiss- und Souvenirstände. Die Ausnahmegenehmigung (sowas wie Eintritt) kostet für Touristen etwa 6 $. Der Pilgerplatz ist super, viele tausend Menschen waren dort oben gewesen. Schade, das es nicht Vollmond war, man sagt, wenn Vollmond ist, kommen über tausend Pilger und bleiben über Nacht. Es heißt, es befinde sich in einer Stupa ein heiliges Haar von Budda. Beobachten konnte man, das die Männer über einen Damm und über Brücken zu den Felsen gehen und an diesen Felsen Blattgoldplättchen anbringen. Die Rücktour war auch echt interessant gewesen. Mit dem LKW ging es wieder in das Basislager, der war voll gestopft. Jeder Winkel war belegt und der Fahrer gab viel Gas. Ich dachte, hoffentlich kommen wir heil an. Am Abend gab es burmesisches Essen. Unsere nächster geplanter Streckenabschnitt war, Richtung Mandalay zukommen. Diesmal wählten wir den Pickup bis Bago. Die Fahrt dauerte etwa 3 h und war super. Wir durften den größten Teil der Strecken auf dem Dach des Pickup sitzen. Nur wenn die Polizeiposten kamen, mußten wir runter vom Dach. Der Fahrtpreis nach Bago war Verhandlungssache, ich glaube er lag bei 1.000 Kyat. In Bago hielten wir uns nicht weiter auf. Da versuchte man schon eine Busverbindung zu bekommen. Großes Glück hatten wir, denn wir erfuhren, daß am Abend ein Bus nach Mandalay fuhr. Die Fahrt dauert etwa 15 Stunden und ist streßig. Die Busse haben in der Nacht auch keine Heizung weiter. Die Nächte sind um diese Jahreszeit echt kalt (unsere Reisezeit war im Januar gewesen). Und Stopps gab es nur nach 3,5 oder 5 Stunden Fahrtzeit. Die Kosten für die Fahrt lagen bei 5.000 Kyat. Viele Polizeiposten gab es auf der Strecke. Auch vor Mandalay gab es eine Kontrolle, alle mußten raus Pässe und Papiere vorzeigen. Die Unterkunft die wir in Mandalay hatten, war das "AD-1 Hotel". Das ist nicht schlecht, das Frühstück ist ganz gut. Das Frühstück gibt´s auf einer Dachterrasse. In Mandalay war es wichtig, wieder Informationen zu holen, wie geht´s weiter nach Myitkyina und nach Bagan. Man staunte schon wie das auf den Bahnhof ablief, sofort erkannte man, das wir keine Burmesen waren. Da waren wieder die Dollars fällig. Der Schlafwagen war 32 $ oder normal war 9 $. Die Schiffsfahrt nach Bagan dauert etwa 3 Tage. Wir lernten sehr viel in der ehemaligen Königsstadt kennen. Nur eins konnte mich echt ärgern, als wir den Königspalast besuchten. Da waren die Akkus von der Kamera leer, also keine Fotos. Lars amüsierte sich köstlich. Das Laden der Akkus war auch nicht schnell getan, weil es häufig Stromausfälle gibt. Schön war auch der "Mandalay Hill "gewesen, der Heilige Berg von Mandalay, Auch hier sind Eintrittsgebühren von 3 $ fällig. Das einzige was ich nicht ahnte, das man etwa 900 Stufen überwinden muß, eh man oben angekommen ist. Aber die Aussicht hat alles entschädigt. Es gibt dort oben eine sehr schöne Buddastatur, einige Pagoden, Sovenierstände ....... In dieser Stadt nahmen wir uns vor Dag Dag zuessen. Da gibt´s echt viele Lokale. Unser Stammlokal war das "Nike Star". Das Essen ist dort echt gut, die Zubereitung von den Gerichten geht ziemlich schnell. In der Nacht gibt´s viele Stromausfälle. Wenn man da keine Taschenlampe bei sich hat, oh je. Einige Häuser haben eigene Stromerzeuger. In dieser Stadt lernten wir auch ein Slam kennen. Die Armut ist in Mandalay auch sehr groß. Auch Kinderarbeit konnte man sehen. Die Kids mußten getrocknetes Fleisch zu Fleischmehl schlagen. Der Geruch war nicht der Beste, dachte schon, mir dreht´s bald den Magen um. Auch Schlangenanbeter waren an einigen Straßenecken gewesen. Weitere Tage planten wir noch für Mandalay, auf der Weiterreise nach Old Bagan.

Die Bahnfahrt nach Myitkyinna war ein absolutes Abenteuer gewesen. Ich glaube die gesamte Fahrtstrecke betrug etwa 500 km. Dazu brauchte der Zug über 30 Stunden Fahrtzeit. Es gab Holzbänke und der Zug wurde echt voll. Schon nach den ersten 30 Minuten Fahrtzeit merkte man die Gleise, ds rumpelte enorm. Der Zug hielt auch ständig an, der Grund dafür waren Gleisbauarbeiten. Oder das Abwarten auf einen entgegenkommenden Zug. Die Nacht in diesen Zug war grausam, jeder baute sich ein Lager auf. Alles rutschte zusammen. Warum wurde mir auch bald klar, die Nacht war saukalt. Heizung gab es keine und es zog in jeder Ecke. Mußte man die Toilette aufsuchen, hat man kein Wahl, es war bergsteigen über Menschen angesagt. Irgendwann hat man auch die Ruhe gefunden, der nächste Morgen weckte mich mit einem schönen Sonnenaufgang. Ich glaube mir taten alle Glieder weh. Interessant waren auch die Händler, die durch den Zug kamen und ihre Waren anboten. Von der Erfahrung wußte man, wo dort die Einheimischen einkaufen, konnte man auch zulangen. Ausprobieren war auch angesagt. Als Teller gab es ein Bananenblatt. Zu essen gab es Reis und Fisch. Das Essen war vom Geschmack nicht schlecht gewesen. Die Einheimischen im Zug lächelten oder hatten sich gefreut das wir sowas probierten. Die letzten 50 Kilometer waren die reinste Qual. Der Zug schlich oder blieb stehen. Zum Spätnachmittag kamen wir in Myitkyina an. Lars ging nach einen Transportmittel schauen. Hier in Myitkyina ist das nicht so leicht, weil der Staat gerne vorschreiben möchte wo man Übernachtet. Hier oben hatten wir auch versucht das man weiter kommt nach Putao. An vielen Stellen half man uns das Permit für Putao zubekommen. Aber jede Bemühung ist zwecklos, das Permit für Touristen gibt´s nur in Yangon. Der Flug, der ist kein Problem er ist ca. 45 $. So entschlossen wir uns, ein Motorrad auszuleihen, um nach Myit-son zukommen. Auf der Strecke befinden sich auch einige Kachindörfer. Die Straße ist nicht gerade die Beste. Myit-son ist knapp 50 Kilometer von Myitkyina entfernt, die Zeit, die man dafür braucht ist 1,5 -2 Stunden. Oben in Myit-son ist der Zusammenfluß vom Mehka und Malihka. Weiter war die Strasse für uns nicht mehr passierbar. Wir wurden von einen Polizeiposten zurückgewiesen. Der Kachinstaat war ja auch sehr markant für die Kachinrebellen. Das Ausleihen von den Motorrad war 20.000 Kyat (ca. 20 €), für 1,5 Galone Benzin bezahlte man 4.500 Kyat. Unsere Reise führte weiter nach Bhamo. Großes Glück hatten wir gehabt, weil man die Strecke per Schiff erst vor kurzen frei gegeben hatte.

Die Fahrtstrecke war sehr schön, kaum eine halbe Stund Fahrtzeit, konnte man die ersten Goldwäscher sehen. Auch von der Landschaft war es sehr schön gewesen. Die Fahrt kostete ca. 15.000 Kyat, das Permit für diese Fahrt besorgten die Betreiber. Auf der Fahrt gab es nur eine Polizeikontrolle, sofort hat man uns rausgefischt. Bloß gut das man die Kamera nicht gesehen hat. Der Polizist hatte auch einiges zunörgeln. Weil ich beim Einreisedokument, bei der Staatsangehörigkeit "Germany" reingeschrieben habe. Und in meinen Pass stand deutsch drin. Und das Passbild stimmte nicht ganz, der Grund dafür war, ich hatte mich 14 Tage lang nicht mehr rasiert. In den Nachmittagstunden erreichten wir Bhamo. Die Stadt ist ca. 50 Kilometer von der Chinesischen Grenze entfernt. Das schönste an dieser Stadt war das Abendessen bei "Blue Sky". Da gab es jede Menge Fleischspieße verschiedener Sorten, die wurden frisch zubereitet und schmeckten echt lecker. Das Restaurant ist nicht weit vom "Friendship-Hotel" entfernt. Für die Weiterreise nach Mandalay entschlossen wir uns, mit dem Expressboot bis Katha zufahren. Die Landschaftseindrücke waren wieder sehr schön, vor allem durch das "Kankwe-Tanng" Gebirge. Wieder konnte man schöne Aufnahmen machen. Aber diesmal gab es keine Polizeikontrollen. Die Fahrt kostet etwa 11.000 Kyat. Einen längeren Stopp legte das Schiff in Schwegu ein. Da kamen auch viele Händler zum Schiff und boten ihre Waren an. Gegen 14.20 Uhr waren wir in Katha angekommen. Diese Stadt ist mehr oder wenig ein Zwischenpunkt. Hier war es wichtig, das man sich wieder einiges zulegte, waren es Kerzen, neue Liegematte, Batterien. Die Übernachtung im Gästehaus war auch sehr günstig gewesen. Das befand sich direkt gegenüber vom Anleger und kam 3.000 Kyat pro Nacht. In den Abendstunden lernten wir auch noch eine Reisgruppe aus der Schweiz kennen. Die waren nicht gut auf die Unterkünfte hier in diesen Land zu sprechen, ich hab so gedacht, was wollen die, schließlich ist man in Mynemar. Die Reise führte dann per Lastenschiff weiter nach Mandalay. Ungefähr dauerte die Fahrt 1,5 Tage. Viel Spaß gab es auf dem Schiff. Am schönsten war die Kochstelle (Diashow 1.Teil). Auch in der Nacht war es interessant geworden, per Scheinwerfer wurde am Ufer eine Stelle gesucht wo das Schiff anlegte. Die Nacht war auch extrem kalt gewesen. Für Mandalay hatten wir noch mal zwei Tage Zeit gehabt. Schließlich wollte man noch die Teakholzbrücke und die Mehamuni Pagode ansehen. Immerhin besuchten wir noch eine Manufaktur wo Blattgold hergestellt wird. Das war echt interessant mit welchen Mitteln man das ganze herstellt. Ich könnte darüber ein Buch schreiben. Eine Monastrie wurde auch noch besucht. Dort konnte man sehr viel über die Gewohnheiten und das Leben der Mönche erfahren. Die Mehamuni Pagode ist auch echt toll anzusehen. Man sagt, es ist die Pagode des Heiligen. Was mich bewegt hatte, waren die Opfergaben. Bevor man in die Pagode rein kam, war ein Stand an dem man die Gelegenheit hat, Blattgold zukaufen. Diese wurden bei dem Gebet gegeben. Das Gold wurde an die Mehamuni-Statur angebracht. Falls man nach Mandalay kommt, sollte man unbedingt den Sonnenuntergang an der Teakholzbrücke beobachten.

Die Fahrt nach Bagan war auch sehr abenteuerlich, sie dauert etwa 9 – 10 Stunden. Die Straße ist echt schlecht. Vor Bagan mußten wir 10 $ löhnen. Sonst war kein rein kommen oder betreten für Bagan möglich. Wir übernachteten im Gästhaus "Innwa", das befindet sich in Nayang-u. Eine Vorortschaft von Old Bagan. Man sollt sich dort im Voraus um eine Unterkunft bemühen, sonst hat man schlechte Karten. Das Gästehaus hat eine schöne Terrasse. An der Shwesandaw Paya hatte ich das erste Mal gesehen, wie die Mönche ihr Essen bekamen. Das war echt interessant, sie stellten sich in Reihe an und sprachen dabei ein Gebet. Sie hatten ein Gefäß in das sie ihr Essen bekamen. Für die Restaurant´s oder die Einwohner, die das Essen für die Mönche kochen, ist das eine Ehrensache. Ich war total gerührt. Will man Old Bagan kennen lernen, sollte man sich viel Zeit nehmen. Wir hatten 3,5 Tage eingeplant. Und das war echt zu kurz. Für mich ist Old Bagan eine der schönsten Anlagen der Welt. Am besten kann man das bewundern, wenn man mit einem Fahrrad das ganze abfährt. Eine Ballonfahrt soll auch super sein, leider waren keine mehr frei, wobei das auch nicht ganz billig ist, man sollte hier mir ca. 200 $ rechnen. Viele Tempelanlagen sind auch markant, wie der Anada Phato. Leider hatte ich mir die Namen nicht aufgeschrieben von den markanten Pagoden. Das ist echt schade. Die Dämmerung ist von vielen Pagoden toll zu betrachten. Auch die Sonnenuntergänge sind mit die schönsten, die ich erleben konnte. Es gibt viele Bagoden, die etwas weiter weg von dem Andrang sind. Dort kann man echt die Ruhe genießen. Insgesamt soll es ja 5.000 Pagoden geben. Aber irgendwie schwankt die Zahl. Manche Reiseführer schreiben von 3.000 Pagoden. Viele sind auch nur noch Ruinen.

Unsere Reise führte weiter zum Inle See. Eine sehr lange Busfahrt war wieder angesagt. Diesmal ging es schon gegen 3 Uhr morgens los. Die Fahrt war 6.000 Kyat und auch ein Abenteuer. Der Bus war ein dreißig Sitzer, total überladen mit Gepäck und anderen Sachen. Aber die Strecke war von der Landschaft echt super. Über einen Pass mußte sich der Bus quälen. Es mußten einige Stopps eingelegt werden, da der Motor laufend heiß wurde. In Nayaungshwe suchten wir das Gästehaus "Queen" auf. Dieses Haus ist gemütlich und für 5.000 Kyat bekommt man Halbpension und Übernachtung. Der Betreiber ist sehr hilfsbereit, der Fahrradverleih ist auch preiswert. Da es direkt am Kanal ist, bietet man sehr schöne Touren auf dem Inle See an. Auch der Markt in dieser Stadt ist echt interessant. Vom Inle See war ich etwas enttäuscht gewesen. Mir kam es so vor das der See mehr oder weniger aus Fließe besteht. Auf der Bootstour hat man zwar auch sehr viele interessante Sachen gesehen. Das schönste fand ich, war der Besuch in einer Weberei. Auch die Bootswerft war lohnenswert zusehen. Einiges könnt ihr nachher sehen in der Diashow Teil 2. Schön war auch der städtische Markt in Mingla Zei oder der schwimmende Markt vom Dorf Ywama. Die Paya (Pagode) von Phaung Daw ist ebenfalls sehr interessant. Hier befinden sich fünf vergoldete Statuen, von denen drei Budda darstellen sollen. Und zwei davon Arahat (Historische Schüler Buddas). Bei der Radtour besuchten wir auch die Heißen Quellen, in das Wasser hat mich nur keiner rein bekommen. Ein schönes Erlebnis hatten wir an einem Sonntag, von weitem sah ich einen Festzug, dieser endete in einer Monastrie. Man konnte miterleben wie ein vielleicht 4 jähriges Kind ins Kloster abgegeben wurde, es war natürlich ein großer Umzug, über den man noch mehr schreiben könnte.

Unser nächstes Ziel war Kengtung. Es ist etwa 400 km vom Inle See entfernt. Diesmal mußte der Flug gewählt werden. Die Strasse nach Kengtung war für Touristen gesperrt. Das Flugticket besorgte uns der Wirt vom Gästehaus, das kam 60 $ pro Kopf. Der Flug war auch sehr interessant, die Maschine war auch nicht die Neuste. aber wir dachten es wird höchstens eine Stunde dauern. Der Flieger hat folgende Strecke abgeflogen nach Mandalay – Bagan – Yangon – Tachilek - Kengtung. Somit konnte man sagen, wir hatten nochmal einen Rundflug durch Mynemar gemacht, insgesamt hat der Flug über 3 h gedauert. Übernachtet hatten wir in "Harrys "Gästehaus. Kengtung war wie ausgestorben. Für diese Stadt und Gegend hatten wir auch nicht viel Zeit eingeplant. Uns hat die Strecke von Kengtung nach Tachilek interessiert. Was wir nicht wussten, war, daß man auf dieser Strecke ein Permit braucht. Auf der Busstadion hat man uns das auch nicht gesagt. Der Begleiter vom Bus hatte uns erst bei der Fahrt gefragt ob wir dieses Permit hätten. Nein, das war nicht dabei, also hieß es umkehren. Um dieses Permit zu bekommen, mussten wir eine Polizeistation anfahren und eine Kopierstation und das ganze dauerte etwa 2 Stunden. Wir hatten gedacht, die anderen Insassen werden uns lünchen, aber da hatte man sich noch gefreut. Auf der Fahrt nach Tachilek wurden wir viel gefragt über unsere Heimat. Die Landschaft in den Shanstaat war auch toll. Insgesamt gab es vier Kontrollposten auf 169 Kilometer Strecke. Es wurde genau gescheckt wer im Bus drin war. Man hat uns auch erklärt, daß man hier noch große Angst hat vor den Shanrebellen. Gegen 17 Uhr erreichten wir Tachilek. Die letzten Kyats setzten wir noch um. Der Grenzablauf war reibungslos gewesen. Auf Thailändischer Seite dauerte es länger. Trotzdem hatte man ein komisches Gefühl gehabt, hoffentlich hat man nichts ins Reisegepäck geschmuggelt. Das goldene Dreieck ist ja bekannt für Drogenschmuggel. Ja somit ging eine Erlebnisreise durch Myanmar zu Ende.

Wie die Reise weiter geht, das werde ich später berichten, die Erlebnisse in Laos. Für mich war Myanmar ein sehr schönes Land gewesen. Ein Land, was ich wieder gern bereisen würde. Sicherlich sind die Umstände durch den letzten Aufstand nicht leichter geworden. Ich muß auch sagen, in diesem Land habe ich mich auch sicher gefühlt. Man sollte aber die Regeln beachten, sonst kann es teuer werden. Wer das ganze organisiert durchführen möchte, der wird einige Dinge bei seiner Reise die wir erlebten, natürlich nicht erleben. Viele Reiseanbieter bieten auch Rundreisen an. Die Reiseetappen werden meistens mit den Flieger durch- geführt, aus dem einfachen Grund die Strassen sind schlecht, die Kontrollen.... Ich kann eine Reise durch Myanmar nur empfehlen. Wer sich für Buddismus interessiert, der ist in Myanmar genau richtig.








 

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